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WAKO/SKBF
IAKSA -
WKA - ISKA
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3.
November 2005 - Interview mit Caroline Martin
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Caroline
Martin steht seit mehreren Jahren in den
Diensten des SKBV als Nati-Coach der Light-
und Full-Contact Mannschaft. SwissKickBoxing
konnte die ehemals erfolgreiche Kämpferin
noch vor der WM in Ungarn interviewen. |
Hallo
Caroline
SwissKickBoxing: Am 29. November 05 beginnt
die WAKO Weltmeisterschaft in Ungarn im Semi-,
Light- und Full-Contact. Die Schweizer Delegation
wird mit 15 Kämpfern an den Start gehen. Wo
steht ihr mit den Vorbereitungen?
Caroline: Wir sind am Ende der Vorbereitungen
und werden am Samstag das letzte Nationalmannschaftstraining
haben. Schwerpunkt wird die mentale Vorbereitung
sein, körperlich sind alle Kämpfer in einer
sehr guten Verfassung, gut austrainiert und
heiss aufs Fighten.
SwissKickBoxing: Es fällt auf, dass bei den
Nominierten niemand im Full-Contact startet.
In den vergangenen Jahren konnte man mit Besnik
Ramadani grosse Erfolge im Full feiern. Woran
liegt es, dass niemand mehr nachkommt?
Caroline:
Ich bedaure es sehr, dass wir in diesem Jahr
niemanden fürs Full qualifizieren konnten. Leider
haben die Schweizer Full Kämpfer sehr wenige
nationale Vergleichsmöglichkeiten, sprich, sie
können in ihren Gewichtsklassen nur sehr beschränkt
Kampferfahrung sammeln. Der Schritt sich auf
internationalem Parkett auszuprobieren ist daher
für viele riesig. Leider hat sich trotz mehrfachem
Anfragen in diesem Jahr niemand fürs Full am
World-Cup in Piacenza angemeldet. Dies wäre
für mich ein wichtiges Turnier gewesen, an dem
ich die motivierten Kämpfer bezüglich ihrer
kämpferischen Qualität hätte einstufen und mit
ihnen allenfalls gemeinsame Entscheidungen für
die bevorstehende WM treffen können. Ausserdem
besuchen nach wie vor nur sehr selten Full Kämpfer
die Light- und Full Natitrainings. Dies ist
besonders schade wenn man weiss, dass international
der Unterschied zwischen Lightcontact und Fullcontact
marginal ist. Es ist schon mehrfach vorgekommen,
dass ich eigentliche Lightcontactler fürs Full
qualifiziert habe. Diese Kämpfer verfügen dann
im Normalfall auch über eine genügende Wettkampf-Erfahrung
(durchs Light) und der Schritt ins internationale
Full ist dann nicht mehr gross. Ivo Furrer hat
sich in diesem Jahr fürs Light entschieden,
die Lausanner Canabate Brüder Julien und Jeremy
sowie Alain Coppey (allesamt hervorragende Techniker)
konzentrieren sich alle vermehrt aufs Profi-Boxen
und haben sich daher für die Kickbox-Nati abgemeldet.
Im Moment sind in den Natitraining einige Kämpfer
und Kämpferinnen, die ich in naher Zukunft gerne
auch im Fullcontact sehen würde.
SwissKickBoxing: Die Semi-Contact Mannschaft
hat in den vergangenen Jahren immer gute Platzierungen
erreicht. Welche Zielvorstellungen hat man sich
für diese WM gesetzt?
Caroline:
Ich kann schlecht über die Zielsetzungen
der Semimannschaft reden, denke aber, dass jeder
mindestens auf demselben hohen Niveau wie in
den letzen Jahren abschliessen will. Ich hoffe
auch auf das nötige Quentchen Glück....
SwissKickBoxing: Im Light-Contact Team hat sich
Philippe Schmid wieder angeboten im Swiss Team
mitzukämpfen. Seine Form während der SM war
hervorragend. Welches Potenzial kann Philippe
an der WM herausholen?
Caroline:
Ich kenne Philippe schon seit vielen Jahren
und habe ihn tatsächlich noch nie in so hervorragender
Form gesehen wie in diesem Jahr. Er kämpft viel
konsequenter und konzentrierter als jemals zuvor
und ich hoffe ganz fest, dass alles für ihn
stimmt und er seine Klasse in Ungarn "zeigen"
kann. Er ist ein sehr komplexer Athlet und ich
bin sicher, wenn bei ihm mental alles passt,
wird er sich nach vorne kämpfen können. Helft
bitte alle mal die Daumen drücken!
SwissKickBoxing: Selbstverständlich sind andere
Top Kämpfer ebenfalls im Light-Team. Was für
Resultate verspricht man sich von diesem Team?
Caroline:
Wir haben
in diesem Jahr ein Team von vielen neuen, hungrigen
Kämpfern/innen und ich weiss aus Erfahrung,
dass, gerade im Lightcontact, die Willenskraft
mit die wichtigste "Technik" / Voraussetzung
für einen Sieg ist und glaube fest an diese
Mannschaft. Über Medaillen-Erwartungen lass
ich mich nicht aus, dafür spielen viel zu viele
Faktoren mit und über Sieg und Niederlage entscheidet
oft nur ein "Windhauch"
SwissKickBoxing:
Einige Kämpfer beklagten sich in der Vergangenheit,
dass sie einen Grossteil der Ausgaben selber
tragen müssen. Wie sieht es in diesem Jahr aus
und wie gross ist die Unterstützung für die
Nati von Seiten des SKBV?
Caroline:
Leider (immer noch) nicht besser. Die Athleten
müssen die Reise- und Übernachtungskosten nach
wie vor selber tragen, erhalten für einen Podestplatz
aber einen Teil der Kosten zurück...
SwissKickBoxing: Caroline, seit mehreren Jahren
trägst du nun die Verantwortung für die Light-
und Full-Contact Mannschaft. Welches waren in
diesen Jahren deine Highlights und voran erinnerst
du dich nicht mehr so gerne?
Caroline:
Es gab sehr viele kleinere und grössere Highlights.
Jeder schöne Kampf einer "meiner" Leute ist
ein Highlight. Jedes Natitraining mit einem
positiven Feedback ist eines. Zu spüren, dass
wir es fertig gebracht haben, mit einer Mannschaft
dort zu stehen und nicht nur mit Einzelkämpfern
ist auch immer eine Befriedigung. Als "alte"
Kämpferin ist es natürlich schon ein wundervolles
Gefühl, mit einem Final-Kämpfer in die Halle
zu marschieren und die besondere Stimmung wieder
zu erleben wie zu meinen eigenen aktiven Zeiten
auf dem Weltparkett. Es kribbelt mich noch immer
und jede Wettkampfsituation lebe ich mit dem
Kämpfer Eins-zu-Eins mit und fühle, was geschieht
und was für den Sieg verändert werden muss.
Es ist eine schöne Bestätigung für mich als
(international einziger weiblicher) Naticoach
zu sehen, wie die Kämpfer mir vertrauen und
im Kampf auf mich hören und meine Tipps umsetzen.
SwissKickBoxing:
Welche Veränderungen oder Verbesserungsvorschläge
wünscht du dir, damit die Nationalmannschaft
in Zukunft noch erfolgreichen an Turnier auftreten
kann.
Caroline:
Ganz klar der kompromisslose
Einsatz der Kämpfer, dass sie bereit sind, ihre
Freizeit zu opfern und an die wichtigsten internationalen
Wettkämpfe zu reisen. Das Schweizer Pflaster
ist einfach zu klein. Und natürlich hoffe ich
auf ein super Abschneiden der Schweizer an der
WM 2007 in Meiringen. Dies wird sicher ein ganz
besonderes Highlight für alle sein.
SwissKickBoxing:
Wie lange werden wir dich noch als Nati Trainering
erleben können und welche potenziellen Nachfolger
könnten in Frage kommen?
Caroline:
Über potenzielle Nachfolger muss der
SKBV entscheiden. Und darüber, wie lange ich
noch als Natitrainerin wirken darf sollen die
Kämpfer und natürlich der Verband entscheiden.
So lange wie ich das Vertrauen spüre macht mir
die Aufgabe Spass. Ich habe aber bereits zu
Beginn dieses Jahres (2005) Philippe Schmid
um Unterstützung für meine Coach-Arbeit angefragt.
Philippe hat ein sehr gutes Gespür für die Kämpfer
und ist ein guter Analytiker, ausserdem spricht
er fliessend Französisch, was mir mit Blick
in die Romandie ein wichtiges Anliegen ist.
Noch ist er noch ambitioniert beim Kämpfen dabei,
hat mich aber in diesem Jahr auch schon in den
Natitrainings tatkräftig unterstützt. Ich hoffe
sehr, dass sich diese Zusammenarbeit auch weiter
ausbauen lässt.

SwissKickBoxing: Wie findest du das Portal
www.swisskickboxing.ch?
Caroline:
Ich finde es sehr informativ und frisch
gestaltet.
SwissKickBoxing:
Wir wünschen euch allen eine erfolgreiche Weltmeisterschaft
und überlassen dir das letzte Wort.
Caroline:
Danke vielmals für die guten Wünsche
und für Eure Arbeit für das Schweizerische Kickboxen.
Ich hoffe, Euer Elan und Eure Freude an dieser
Plattform bleiben Euch noch lange erhalten.
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3.
November 2005 - Interview mit Chris Ducommun
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Chris
Ducommun dominierte in diesem Jahr seine
Gewichtsklasse im Light-Contact. Dafür
wird er mit der Teilnahme an der WM in Ungarn
belohnt. |
Hallo
Chris
Am letzten Wochenende hat das letzte Qualifikationsturnier
in Meiringen stattgefunden. Wir möchten dir
zu deinem Schweizer Meister Titel im Light-Contact
– 63 kg gratulieren.
SwissKickBoxing: Wie hast du diesen Titel gefeiert?
Chris Ducommun: : Zuerst einmal danke für
die Glückwünsche. Bis jetzt habe ich den Titel
noch nicht gross gefeiert. Die Feier werden
meine Frau und ich am Samstag den 5. November
nachholen mit Michel Decian und Andreas Popp,
die ebenfalls den SM-Titel geholt haben. An
diesem Tag feiern wir noch das 25. jährige Jubiläum
vom AsiaSportCenter.
SwissKickBoxing: Neben dem SM Titel im Light-Contact
war auch derjenige im Semi-Contact in Reichweite.
Wie stark hat es dich belastet, dass du diesen
Titel nicht holen konntest?
Chris
Ducommun :
Es wäre sehr schön gewesen, wenn ich beide
Titel hätte holen können. Aber da
ich einen sehr schlechten Start hatte und mich
mehr auf das Light-Kontakt konzentriert habe,
macht es mir auch sehr viel Freude mit nur einem
Titel.
SwissKickBoxing: Du bist schon seit vielen Jahren
an Turnieren aktiv und trotz deinem fortschreitenden
Alter hat man dich noch nie so stark erlebt
wie in diesem Jahr. Was war anders in diesem
Jahr und woher kam diese enorme Leistungssteigerung?
Chris
Ducommun:
Eigentlich wollte ich mit dem Wettkampf ganz
aufhören wegen dem Alter, aber Michel hat mich
immer wieder motiviert und gesagt ich sei nicht
zu alt. Deswegen habe ich mir dieses Jahr als
Ziel gesetzt das Beste aus mir heraus zu holen.
SwissKickBoxing: Du hast dich in diesem Jahr
ebenfalls für die WM in Ungarn qualifiziert.
Wie viel bedeutet dir diese Nomination und was
hast du dir für diesen einzigartigen Anlass
vorgenommen?
Chris
Ducommun:
Es ist für mich eine Ehre für die Schweiz
an der WM teilnehmen zu dürfen. Was ich mir
vorgenommen habe - ich werde alles geben, was
ich kann damit ich an der WM eine gute Figur
mache.
SwissKickBoxing: Wie bereitest du dich auf die
WM vor und wer unterstützt dich in der Trainingvorbereitung?
Chris
Ducommun:
Mein Trainer Mauro Richina hat mir ein Krafttrainingsprogramm
aufgestellt für die Schnellkraft. Dazu mache
ich sehr viel Sparing und Kondi, und wenn Michel
und ich Zeit haben werden wir auch miteinander
trainieren, da er auch an die WM geht.
SwissKickBoxing:
In der Kick-Boxing Szene bezeichnet man dich
schon eher als ein Veteran. Welche Ziele hast
du dir für die Zukunft gesetzt und wie lange
können wir deine Kampfkunst an Turnieren noch
bewundern?
Chris
Ducommun:
Meine Ziele sind weiterhin im ASC Training
zu geben und so versuchen gute Kämpfer an die
Turniere zu bringen.
SwissKickBoxing: Wir möchten noch ein wenig
mehr über dich persönlich erfahren. Was machst
du im täglichen Leben und wie bist zu zum Kampfsport
gekommen? Was inspiriert dich zu trainieren
und welche Vorbilder hast du?
Chris
Ducommun:
Im täglichen Leben arbeite ich im Büro, versuche
auch so viel Zeit mit meiner Frau und meiner
Tochter zu verbringen. Zum Kampfsport bin ich
durch meinen Cousin gekommen, der damals sehr
gut im Karate war. Meine Inspiration kommt von
meinem Trainer Mauro Richina und meinem Trainingspartner
Michel Decian. Meine Vorbilder sind Mauro Richina
und Bruce Lee .

SwissKickBoxing:
Wie findest du das Portal www.swisskickboxing.ch?
Chris
Ducommun:
Ich finde diese Seite sehr gut und
auch sehr informativ. Ihr macht was für unseren
Sport, dafür danke ich euch.
SwissKickBoxing:
Wir wünschen dir für die WM eine Spitzen Platzierung
und überlassen dir das letzte Wort.
Chris
Ducommun:
Bei der Gelegenheit möchte ich meiner
Frau danken, die mich bei meinem Sport unterstützt
und Michel der mich immer wieder dazu angestiftet
hat an den Wettkämpfen teilzunehmen. Noch etwas
kleines, wenn ihr euch ein Ziel setzt, dann
gebt das Beste was ihr habt, um das Ziel zu
erreichen. Geht es mit Ruhe an, denn in der
Ruhe liegt die Kraft.
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19.
September 2005 - Interview mit Sandra Guzzetta
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Sandra
Guzzetta hat in den letzten 3 Jahren die
Semi-Contact Kategorie Ladies bis 55 kg
dominiert. SwissKickBoxing hat die Baslerin
zu einem Interview eingeladen. |
Hallo
Sandra
Als allererstes möchten wir dir zu deinem Sieg
am Urner Cup und gleichzeitig zu deinem Schweizermeister
Titel 2005 gratulieren. Obwohl noch ein Turnier
aussteht ist dein Vorsprung bereits so groß,
dass nichts mehr anbrennen kann.
SwissKickBoxing: Wie hast du deinen dritten
Schweizer Meister Titel gefeiert?
Sandra Guzzetta: : -) Obwohl ich mich schon
riesig über meinen dritten Schweizer Meister
Titel freue, habe ich noch nicht gefeiert. Ich
werde am Tag des letzten Turniers, beziehungsweise
nach dem letzten Kampf dieser Saison meinen
Titel feiern. Ich denke, wenn ich vorher schon
gefeiert habe, würde ich, was ich vermeiden
will, nicht mit dem gleichen Ehrgeiz zu gewinnen
ans Turnier fahren. Für mich bedeutet jedes
Turnier alles zu geben und alles gewinnen zu
wollen
SwissKickBoxing: Seit drei Jahren dominierst
du die Damen Semi-Contact Klasse bis 55 kg.
Wie bist du zum Kickboxing gekommen?
Sandra
Guzzetta:
Mich hat der Kampfsport schon seit klein
sehr fasziniert. Ich habe mit Judo begonnen,
habe dann ins Karate gewechselt, wo mir jedoch
das Wettkampfleben fehlte. Durch meinen damaligen
Freund, der schon seit vielen Jahren im Kickboxen
dabei war, bin ich definitiv auf den Geschmack
gekommen. Als ich einmal das Training als Zuschauer
besuchte, wusste ich genau, "das ist es!"
SwissKickBoxing: Mit Raini hast du wohl einen
der besten Semi-Contact Trainer in der Schweiz,
der auch sehr viel Erfahrungen mit Internationalen
Wettkämpfen hat. Wie wichtig ist er für deine
Vorbereitung und als Coach?
Sandra
Guzzetta:
Raini ist für mich unheimlich wichtig. Er
hat mich von Anfang an als Coach begleitet und
kennt mich genau. Er weiss, wie ich an einem
Turnier denke und fühle, kennt meine Stärken
und Schwächen und kann mich entsprechend perfekt
coachen. Seine Anwesenheit als Coach an einem
Turnier sowie seine guten Tipps, was ich verbessern
kann, gibt mir eine zusätzliche Sicherheit.
Da er nur noch national coacht, habe ich zusätzlich
die hilfreiche Unterstützung von 'Pflümi'. Sie
ist diejenige, welche uns national und international
begleitet.
SwissKickBoxing: Wie bereitest du dich auf die
Wettkämpfe vor und wie sieht dein Trainingsplan
aus?
Sandra
Guzzetta:
Ich bereite mich physisch sowie mental auf
die Wettkämpfe vor. Ich trainiere 3 - 4 mal
die Woche, wobei mir kurz vor Wettkämpfen vorallem
das Kampftraining sehr wichtig ist. Einmal die
Woche treffe ich mich mit Trainigspartnern um
1.5 bis 2 Stunden nur zu kämpfen. Ebenfalls
sind mir genügend Schlaf sowie richtige Ernährung
sehr wichtig.
SwissKickBoxing: Wer dich schon einmal an Wettkämpfen
erlebt hat, staunt über dein Aufwärmtraining.
Du bist ständig in Bewegung und in Konzentration.
Wie wichtig ist das Mentale Training für dich?
Sandra
Guzzetta:
Sehr wichtig. Ich denke, Kondition sowie
Technik alleine genügen nicht, um die bestmöglichste
Leistung zu bringen. Der Turnier-Ablauf läuft
wie ein Film eine Woche vor dem Wettkampf in
meinem Kopf ab, wo ich mich bereits sehr stark
damit gedanklich auseinandersetze. Das Aufwärmtraining
ist für mich vor dem Kampf nicht wegzudenken.
Da kann ich mich mental auf den Kampf vorbereiten,
wobei ich mir sämtliche Techniken durch den
Kopf gehen lasse.

SwissKickBoxing:
Welcher Kampf ist dir emotional am besten in
Erinnerung geblieben?
Sandra
Guzzetta:
Der Finalkampf beim Grandchampion vom Aargauer
Cup gegen Ladina Isler. Dieser Kampf hat mir
viel Selbstvertrauen geschenkt und mir bewiesen,
dass ich mich mental weiterentwickelt habe.
Ich lag 1.5 Minuten vor Schluss noch mit 6 Punkten
hinten, womit ich früher den Kampf sicher verloren
hätte. Durch mentale Unterstützung meiner Coachin
'Pflümi' konnte ich mich bei diesem heissen
Kampf wieder so motivieren, dass ich mit starkem
Willen volles Risiko einging und dadurch den
Kampf am Schluss mit 2 Punkten Vorsprung gewann.
SwissKickBoxing: Wenn jemand deinen Kampfstil
beschreiben müsste, dann würde man sagen, dass
er sehr schnell und aggressiv ist. Wie würdest
du deinen Kampfstil beschreiben und welches
sind deine Lieblingstechniken?
Sandra
Guzzetta:
Genau so würde ich meinen Kampfstiel beschreiben.
Schnell, aggressiv sowie voller Motivation.
Lieblingstechniken waren immer meine schnellen
Fäuste. Jedoch habe ich angefangen, auch meine
Beine mehr einzusetzen, was mir wichtig ist,
weil so mein Kampfstiel vielseitiger geworden
ist. Will mich ja nicht von Gegnern durchschauen
lassen...
SwissKickBoxing: Niemand gibt gerne seine
Schwächen zu, aber welche Techniken liegen dir
nicht so nahe?
Sandra
Guzzetta:
- ) Die Schwächen sich selbst und seinem
Trainer nicht zugeben zu wollen bedeutet, sich
nicht weiter zu entwickeln. Für mich ist Kritik
seitens meines Trainers sehr wichtig, denn nur
so habe ich das Gefühl, mich stets zu verbessern.
SwissKickBoxing: Am Wochenende fanden die Nominierungen
für die WM statt. Du wirst ebenfalls daran teilnehmen.
Bisher konntest du International noch keine
grossen Erfolge feiern. Was erhoffst du dir
von dieser WM?
Sandra
Guzzetta:
Ich bin froh und stolz darauf, an der WM
teilnehmen zu dürfen. Durch meine guten Leistungen
hatte ich bereits ein positives Gefühl für die
Teilnahme, das durch die neuliche Nominierung
bestätigt wurde. International hat mir bisher
die mentale Stärke gefehlt und war noch nicht
bereit genug, den Druck in einem knappen und
schweren Kampf standhalten zu können. Ich hatte
oft das Pech, ein schweres Los zu ziehen und
im ersten Kampf auf sehr starke Gegnerinnen
zu treffen, welche mich jedoch im Nachhinein
sehr gestärkt haben. An dieser WM in Ungarn
werde ich mental stark sein. Mein grösstes Ziel
ist ein Podestplatz. Dies ist einer meiner grössten
Träume. Zur Zeit bereite ich mich seriös auf
mein gestecktes Ziel vor.
SwissKickBoxing: Im Jahre 2007 findet die nächste
WM hier in der Schweiz statt. Welche langfristigen
Ziele hast du dir gesteckt? Was möchtest du
im Kickboxing noch erreichen?
Sandra
Guzzetta:
Klar möchte ich auch an der WM 2007 teilnehmen.
Zur Zeit konzentriere ich mich jedoch voll und
ganz auf die bevorstehende WM. Über weitere
Pläne mache ich mir zu einem späteren Zeitpunkt
Gedanken.
SwissKickBoxing: Hast du irgendwelche Vorbilder
im Kickboxing, die dich inspirieren oder zusätzliche
Motivation geben?
Sandra
Guzzetta:
Auf jeden Fall. Luisa Licco die absolute
Nummer 1 der Welt, die noch voll dabei ist und
schon alles gewonnen hat was es nur zu gewinnen
gibt. Ihre Art zu kämpfen, ihr Willen und ihr
Kampstiel inspiriert mich sehr.
SwissKickBoxing:
Im Moment ist die Stimmung zwischen dem SKBV
und dem KunTaiKo ziemlich angespannt. Wie gut
fühlst du dich im Nati-Kader betreut und wird
deiner Meinung nach genug die Förderung der
Kämpfer auf Internationaler Basis getan.
Sandra
Guzzetta:
Für mich ist die Konzentration
aufs Kämpfen massgebend und lasse mich durch
Unstimmigkeiten nicht irritieren. Mich im Nati-Kader
wohl zu fühlen ist mir absolut wichtig. Ich
fühle mich sehr wohl und bin stets motiviert.
Jedoch finde ich, dass uns viel zu wenig internationale
Turniere angeboten werden. Klar, in der Schweiz
gibt es nie so viele Möglichkeiten wie in der
USA, England od Ungarn. Aufgrund dessen erkundige
ich mich selbst im Internet wo internationale
Turniere angeboten werden und trommle eine Mannschaft
zusammen.
SwissKickBoxing:
Wie findest du das Portal www.swisskickboxing.ch?
Sandra
Guzzetta:
Spitze! Ich finde die Seite und Berichte
informativ und sehr ausführlich. Ich finde es
gut, dass es so eine Website gibt, denn so haben
wir in der Schweiz auch die Chance, das Kickboxen
hoffentlich populärer zu machen, was ein Wunsch
jedes Kickboxers ist.
SwissKickBoxing:
Vielen Dank für das Interview und gerne überlasse
ich dir das letzte Wort.
Sandra
Guzzetta:
Ich möchte mich ganz herzlich für
das Interesse bedanken, welches mir zusätzlichen
Motivationsschub geschenkt hat. "Mit grossem
Willen, Ehrgeiz und Freude am Sport kann man
alles erreichen, man muss nur an sich selbst
glauben!"
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13.
September 2005 - Interview mit Besnik Ramadani
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Blitzinterview
mit Besnik Ramandani
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SwissKickBoxing:
Hallo Besnik. Am 24. September findet in Winterthur
die Fight Night mit großartigen Kämpfern wie
Azem Maksutaj, Paulo Balicha und selbstverständlich
auch mit dir. Wie steht es mit deiner Vorbereitung
und bist du bereits in Top Form?
Besnik Ramadani: Ich bin gut in Form und
habe auch fleissig trainiert in letzter Zeit.
Während der Trainingsvorbereitung war
ich oft im Box & Kickbox Center in Wädenswil.
Dort habe ich häufig mit Alex Schlosser
als Sparingspartner zusammen trainiert. Als
Ausdauertraining gehe ich regelmässig
joggen. Ich bin gut vorbereitet und zuversichtlich,
dass ich den Kampf gewinnen werde.
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24.
Juni 2005 - Interview mit Claudio Farina
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Vor
knapp einem Jahr wusste noch niemand wer
Claudio Farina ist. Mittlerweile ist er
zu einer bedeutenden Grösse im Schweizer
Kick-Boxing geworden und auch International
hat er seine Spuren hinterlassen nach dem
World Cup in Piacenza. SwissKickBoxing hat
den Newcomer nach seinen Zielen befragt.
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Hallo
Claudio
Herzlichen Glückwunsch zu deinem Sieg am Wetziker
Cup und natürlich auch zu dem Sieg gegen Jacey
Cashman am Worlcup in Piacenza.
SwissKickBoxing: Gib uns einen Einblick wie
du mit dem Kick-Boxing angefangen hast.
Claudio Farina: Mit dem Kickbox Training
habe ich im Alter von 17 Jahren begonnen, genau
gesagt im Oktober 2002. An Wettkämpfen bin ich
jetzt seit gut zwei Jahren dabei. Mit dem Kickboxen
habe ich begonnen, nachdem ich fast zehn Jahre
lang Fussball gespielt habe. Ich wollte einfach
einen Sport praktizieren, indem meine Leistungen
über Sieg oder Niederlage entscheiden und nicht
die Leistungen des ganzen Teams.
SwissKickBoxing: Wie sieht dein Trainingsplan
aus und welche Wettkampfvorbereitungen triffst
du?
Claudio Farina: Am Mittwoch und Freitag leite
ich zusammen mit Omar Gerini das Juniorentraining.
Ich selber trainiere am Dienstag, Donnerstag
und Freitag. Am Dienstag und Donnerstag trainiere
ich Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit gefolgt
von technischen Übungen. Am Freitag nach dem
Juniorentraining gibt es ein Sparringstraining
wo nur gekämpft wird. Spezielle Wettkampfvorbereitungen
treffe ich noch nicht. Ich schaue einfach, dass
ich bis ca. eine Woche vor den Turnieren viel
Sparring mache. Die letzte Woche vor einem Turnier
mache ich nicht mehr viel, erhole mich um für
das Turnier topfit zu sein.
SwissKickBoxing: Dein stärkster Gegner in der
Schweiz ist Christian Boujibar, der bereits
grosse Erfolge feiern konnte. In diesem Jahr
konntest du ihn bereits zum dritten Mal schlagen.
Was bedeutet dir dieser Erfolg?
Claudio Farina: Sehr viel. Ich respektiere
Christian als Kämpfer wie auch als Mensch. Er
ist ein grossartiger Kämpfer. Diese Erfolge
zeigen mir, dass ich Fortschritte gemacht habe
und das harte Training in den letzten Jahren
nicht umsonst war und dass ich auf dem richtigen
Weg bin, um in Zukunft noch erfolgreicher zu
sein.
SwissKickBoxing: Wenn man dir beim kämpfen zuschaut,
dann spürt man deine mentale Stärke auch in
kritischen Situationen. Woher nimmst du diese
Ruhe.
Claudio Farina: Schwierig zu sagen. Ich weiss
es ehrlich gesagt nicht. Ich versuche einfach
immer konzentriert zu bleiben und Druck zu erzeugen.
SwissKickBoxing: Am World Cup in Piacenza hat
es zwar nicht zu einem Spitzenplatz gereicht,
aber der Sieg gegen den WAKO-Pro Weltmeister
Jacey Cashman war wohl unerwartet. Wie hast
du diesen Kampf erlebt und was bedeutet es für
dich?
Claudio Farina: Vor dem Kampf wusste ich
ganz genau, dass ich nichts zu verlieren habe.
Ich wollte versuchen, ihm meinen Kampfstil aufzuzwingen
und ihm keine Zeit zu lassen, um Angriffe zu
starten, was mir auch gelungen ist. Den Kampf
konnte ich mit 3:0 gewinnen. Der Sieg hat mir
gezeigt, dass ich an der Weltspitze mitkämpfen
kann, wenn ich weiterhin hart an mir arbeite.

Foto by www.axekick.ch
SwissKickBoxing:
Mittlerweile bist du Bestandteil des Nati Kaders.
Welche Ziele hast du dir für die nächsten Jahre
gesetzt ?
Claudio Farina: Eines meiner Ziele für dieses
und die folgenden Jahre ist sicherlich der Gewinn
der Schweizermeisterschaft. International hoffe
ich in den nächsten Jahren einen Podestplatz
zu erkämpfen und vielleicht auch mehr.
SwissKickBoxing: Wirst du deiner Meinung nach
genügend gefordert von Seiten Club, Verband,
etc., um aus sportlicher Sicht Spitzenleistungen
zu erbringen.
Claudio Farina: Gefordert werde ich von den
Naticoaches Esteban und Toni genügend. Auch
der Zusammenhalt mit den anderen Natimitgliedern
ist gut. Man spornt sich gegenseitig zu Höchstleistungen
an. Ich denke die Unterstützung seitens Verband
könnte besser sein. Nicht einmal mehr die grossen
Turniere wie der Irish Open oder der World Cup
werden finanziell unterstützt. Wenn man die
Spesen bei einem Podestplatz zurück erhält,
oder zumindest einen Teil davon, dann würde
das meiner Meinung nach die Kämpfer noch mehr
anspornen, Spitzenleistungen zu erbringen.
SwissKickBoxing: Was musst du noch an deiner
Technik verbessern und welche Techniken magst
du am Besten?
Claudio Farina: Was ich verbessern muss ist
sicher die Übersetzung von den Kicks zu den
Fäusten und bei Angriffen des Gegners versuchen
noch früher zu reagieren und schneller zu kontern.
Meine Lieblingstechnik - mit der ich bis jetzt
sicher am meisten Punkte erzielt habe - ist
ganz klar die Hinterhand. Egal ob im Angriff
oder beim kontern.
SwissKickBoxing: Im Moment hast du zwei gute
Sparingspartner im eigenen Club mit Omar Gerini
und Sandro Ferrarini. Wie viel Hilfe bekommst
du Club intern?
Claudio Farina: Clubintern bekomme ich grosse
Hilfe, da ich mit Omar und Sandro zwei gute
Sparringspartner habe die in der Schweiz ganz
oben mitkämpfen und mich fordern! Omar weiss
worauf es ankommt um gut zu werden und versucht
bei uns die kleinen Sachen, die über Sieg oder
Niederlage entscheiden, zu verbessern. Was ich
auch sehr schätze ist die Challenger Night und
das Interne Turnier das clubintern einmal monatlich
stattfindet. Das bietet die Gelegenheit zu kämpfen
und Erfahrungen zu sammeln.
SwissKickBoxing: Wie findest du das Portal www.swisskickboxing.ch
?
Claudio Farina: Gefällt mir. Grosse Datenbank
mit vielen verschiedenen Infos. Ich finde es
gut, dass es Leute gibt die sich die Mühe nehmen
so eine Seite aufzubauen. Nur so kann unser
Sport in der Schweiz populärer und bekannter
werden. Das verdient grossen Respekt. Ein Dankeschön
für seine Arbeit auch an "Mr. Axekick" Philipp
Schmid.
SwissKickBoxing: Ich möchte dir für das Interview
danken und überlasse dir das letzte Wort.
Claudio Farina: Als erstes möchte ich mich
ganz herzlich für das Interesse von SwissKickBoxing
bedanken. Es hat mich gefreut ein paar Fragen
zu beantworten. Gebt immer euer bestes, denn
nichts ist unmöglich!!! Wenn ihr einen Traum
habt, dann setzt alles daran ihn zu verwirklichen.
Mit Wille und grossem Einsatz ist alles möglich!!
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4.
Mai 2005 - Interview mit Sengül Güzel
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Sengül
dominiert zur Zeit in fast allen Disziplinen.
Die vielseitige Kickboxerin steht erst an
ihrem Karriere Anfang und wir können
noch grossartiges von ihr erwarten. SwissKickBoxing
hat die Gelegenheit genutzt, um Sengül
von ihrer sportlichen Seite vorzustellen. |
SwissKickBoxing:
Hallo Sengül. Zuerst einmal möchte ich dir zu
deinen beiden Siegen am 4. Jura Cup gratulieren.
Wie bist zu zum Kick-Boxing gekommen?
Sengül: Eine Freundin erzählte mir, das sie
mit Kickboxen anfangen wolle. Da sie sich alleine
nicht getraute, musste ich sie begleiten und
"durfte" auch gleich mitmachen. Von der ersten
Stunde an hatte ich sehr viel Spass. Die Faszination
dieser Sportart ist eben gross.
SwissKickBoxing: Wie oft trainierst du und wie
sieht die typische Vorbereitung für den Wettkampf
aus?
Sengül: Ich trainiere 3 bis 4 mal die Woche.
Auf wichtige Wettkämpfe bereite ich mich spezifisch
vor.
SwissKickBoxing: Seit mehreren Jahren schon
dominierst du deine Gewichtsklasse im Light-Contact
aber seit kurzem auch im Semi-Contact. Wie wichtig
ist dir der Sieg gegen Patrizia Berlingeri der
Junioren Weltmeisterin?
Sengül: Das stimmt nicht ganz. Ich habe als
Juniorin mit dem Semi-Contact angefangen und
war bereits 5mal CH-Meisterin im Semi. Im Light-Contact
konnte ich erst letztes Jahr den Titel holen.
Zum Sieg gegen Patricia: Ich denke, wenn man
schon die Gelegenheit hat, gegen die Junioren-Weltmeisterin
zu kämpfen, dann soll man diese auch nutzen!
In unserer Sportart gibt es keine sichere Philosophie,
niemand ist unschlagbar. Ich respektiere Patricia,
weil sie eine gute Kämpferin ist, aber ich strebe
auch an, starke Gegnerinnen zu schlagen. Das
sollte sich jede/r Kampfsportler/in als Ziel
setzen. Dieser Sieg ist das Resultat meiner
Arbeit. Ich befinde mich im Moment in einem
"wachsenden" Stadium.
SwissKickBoxing: Du bist eine richtige Allrounderin.
Neben Semi und Light Contact hast du auch schon
Wettkämpfe im Full-Contact absolviert. Was können
wir noch von dir erwarten?
Sengül: Neu und aktuell ist für mich folgendes:
Ich ziele im Moment die SM im Full mit Low Kick
an. Meine Haupttrainings bestehen aus boxerischen
Einheiten. Wer weiss, vielleicht bestreite ich
irgendwann Boxkämpfe. Ich bin eine Kampfsportlerin
und kämpfe eben gerne. Ich will mich nicht nur
auf eine Disziplin fixieren. Man ist sehr zufrieden
mit sich selbst, wenn man überall mithalten
kann.
SwissKickBoxing: Auf internationaler Ebene konntest
du noch keine grossen Erfolge feiern. Welche
Ziele verfolgst du in Bezug auf internationale
Wettbewerbe?
Sengül: Richtige Ziele habe ich keine. Ich
werde aber immer versuchen, das Beste aus den
entsprechenden Gelegenheiten zu machen. Ich
habe viel Gutes vom WELT-CUP IN Piacenza gehört,
das Niveau soll sehr hoch sein. Diese Gelegenheit
werde ich mir nicht entgehen lassen und im Juni
in Piacenza starten.
SwissKickBoxing: Ist deine Betreuung von Seiten
des SKBV und Coaches für internationale Turniere
ausreichend und welche zusätzliche Förderung
würdest du dir wünschen.
Sengül: Ich war noch nicht viel international
unterwegs. Da fehlen mir noch die Erfahrungswerte.
SwissKickBoxing: Wieviel Motivation ist es zu
wissen, dass der eigene Coach selber ein Weltmeister
ist?
Sengül: Natürlich ist die Motivation riesengross,
doch diese war bereits vorher vorhanden. Es
ist zusätzlich noch ein bisschen Stolz dazugekommen.
Dass mein Trainer ein Fachmann ist, wusste ich
von Anfang an.
SwissKickBoxing: Frauen Power ist das grosse
Schlagwort beim Kickboxing Wohlen. Woher kommt
diese grosse Begeisterung der Frauen?
Sengül: Ich denke, immer mehr Frauen interessieren
sich für Kampfsport. Doch damit das Interesse
und die Begeisterung bleibt, braucht es einen
guten Trainer, der die Frauen als Sportler akzeptiert,
und sie und ihre Fähigkeiten ohne Vorurteile
entsprechend fordert.
SwissKickBoxing: Wie findest du das neue Portal
www.SwissKickBoxing.ch?
Sengül: Es ist eine gute Website mit interessanten
Berichten. Öffentlichkeitsarbeit ist in unserer
Sportart sehr wichtig. Ich danke dafür SWISSKICKBOXING.CH
SwissKickBoxing: Ich möchte dir für dieses Interview
danken und dir das Schlusswort übergeben.
Sengül: Schlusswort? Keine Rede davon! Ich
bin erst am Anfang meiner Karriere!! ;-)
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20.
Dezember 2004 - Interview mit Michel Decian
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Michel
Decian ist zum zweiten Mal Europameister
im Semi-Contact bis 79 kg geworden. Sein
grosses Ziel vor Augen den WM Titel zu erlangen,
hat er SwissKickBoxing einige Fragen dazu
beantwortet. |
SwissKickBoxing:
Michel, zuerst einmal möchten wir dir zu deinem
2 Europameister Titel gratulieren. Nach 2000
hat es endlich wieder geklappt. Wie wichtig
ist der erneute Erfolg für dich ?
Michel:
Der 2. EM-Titel bedeutet mir eigentlich noch
viel mehr. Dieser bestätigt mir, dass ich beim
ersten Mal nicht einfach nur ein gutes Jahr
hatte oder bei der EM ein einfaches Los hatte.
Es zeigt mir, dass ich noch immer etwas zu sagen
habe an der Spitze.
SwissKickBoxing:
Für einen WM Titel hat es bisher noch nicht
gereicht. Bleibt dies für dich das ultimative
Ziel ?
Michel:
Ja das ist schon eines meiner grössten Ziele,
obwohl der Unterschied zwischen EM und WM nicht
all zu gross ist. USA und Kanada sind die einzigen
Länder die im Semi-Contact noch vorne mitmischen
können. Aber letztes Jahr konnten auch diese
Länder in meiner Kategorie keine Podestplätze
erkämpfen.
SwissKickBoxing:
Stehen nach dem EM Titel nun einige WAKO Pro
Kämpfe an ?
Michel:
WAKO Pro Kämpfe interessieren mich schon lange,
aber die müssen ja irgendwie finanziert werden.
Leider ist es in der Schweiz nicht ganz einfach
Sponsoren zu finden. Evtl. findet nächstes Jahr
in Meiringen eine Gala statt bei der Pro Kämpfe
durchgeführt werden.
SwissKickBoxing:
Auf nationaler Ebene gibt es kaum Kämpfer, die
für dich eine Herausforderung sind. Wie hälst
du das Niveau auf so einem hohen Level ?
Michel:
Ja das frage ich mich ab und zu auch selber
:-) Ich gebe zwischen 3 und 4 Trainingseinheiten
pro Woche, also physisch bin ich sicher in Form.
Aber die ganzen Erfahrungen die ich in den letzten
10 Jahren sammeln konnte, ermöglichen mir, dass
ich konstant auf diesem hohen Level kämpfen
kann.
SwissKickBoxing:
Das gesamte Swiss Team hat an diesen EM im Semi
sehr gut abgeschnitten. Wie erklärst du dir,
dass ein so kleines Land wie die Schweiz solch
gute Kämpfer hervorbringt?
Michel:
Die meisten die eine Medaille gewonnen haben
sind auch schon sehr erfahrene Kämpfer. Wir
versuchen an möglichst vielen internationalen
Turnieren teilzunehmen um immer mehr Erfahrungen
sammeln zu können. Nächstes Jahr stehen sehr
interessante Turniere an wie z.B. Irish Open,
Austrian Classics, World Cup Piancenza usw.
SwissKickBoxing:
Nun bist du ja nicht nur als Kämpfer aktiv,
sondern seit einigen Jahren auch als Trainer.
Wie wichtig ist dir das Coaching ?
Michel:
Das Coaching ist mir sehr wichtig, obwohl es
mir ab und zu den letzten Nerv raubt :-) Aber
es erfüllt mich mit grosser Freude, wenn ich
beobachten kann, dass meine Schüler immer erfolgreicher
werden. Andreas Popp ist dieses Jahr Schweizermeister
geworden, was mich natürlich besonders stolz
macht :-)
SwissKickBoxing:
Im Vergleich zum Full-Contact oder Thai-Boxen
findet das Semi-Contact bei den Zuschauern nur
wenig Interesse. Was glaubst du woran liegt
das und was muss gemacht werden, um diesen Zustand
zu ändern ?
Michel:
Hmm...als Semi-Kämpfer verstehe ich dieses Phänomen
sowieso nicht, wahrscheinlich ist Semi-Contact
zu wenig Actionreich oder da nicht auf K.O.
gekämpft wird ist es für den Kickboxing-Laien
weniger interessant.
SwissKickBoxing:
Wenn du diesen EM Sieg jemanden widmen könntest,
wer würde dafür in Frage kommen ?
Michel:
hmm...am ehesten meiner Freundin, sie leidet
am meisten darunter, dass ich sehr viel Zeit
mit trainieren oder Training geben verbringe.
SwissKickBoxing:
Michel, wir hoffen du kannst im nächsten
Jahr den Traum vom WM Titel verwirklichen und
wünschen dir dazu viel Glück.
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30.
November 2004 - Interview mit Rocco Cipriano
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Das
Kick-Boxing Team Wohlen hat im Schweizer
Meisterschaftsjahr 2004 sowohl in der gesamt
Punktewertung wie auch im Medaillen Spiegel
die Nase vorn. SwissKickBoxing hat den Trainer
Rocco Cipriano befragt, was das Geheimnis
dieses Erfolges ist. |
SwissKickBoxing:
Rocco, zuerst einmal möchte ich dir und deinem
Team zur Vereins SM 2004 gratulieren. Du hast
sowohl in der Punktewertung wie auch im Medaillen
Spiegel die Nase vorn. Wie wichtig ist dir dieser
Titel?
Rocco:
Eigentlich habe ich gar nicht damit gerechnet.
Tatsache ist, dass unsere Junioren-Truppe ein
Riesenpotenzial hat, deshalb habe ich mir von
den Kids Top-Resultate erwartet. Dass wir aber
als Gesamt-Team die SM so gut abschliessen würden...
das ist eine willkommene Überraschung.
SwissKickBoxing:
Auf welchen Kämpfer/in bist du in diesem Jahr
besonders stolz ?
Rocco:
Auf jeden, der genug Willenskraft hat, sich
richtig vorzubereiten und am Turnier auf die
Kampffläche zu stehen!
SwissKickBoxing:
Du hast im Vergleich zu anderen schweizer Clubs
eine grosse Resource an Junioren. Was macht
bei dir Juniorenarbeit aus, dass du so einen
grossen Anlauf hast?
Rocco:
Ich habe nicht einen Riesenanlauf, es ist einfach
so, dass die Kids die zu mir kommen meistens
auch sehr, sehr lange bleiben. Man kann mit
einem ganzen Team erst dann erfolgreich sein,
wenn sich die einzelnen Leute im Team wohl fühlen
und entfalten können. Das braucht (vor allem)
viel Zeit und natürlich viel Training.
SwissKickBoxing:
Du warst persönlich in den letzten beiden Jahren
selber sehr erfolgreich mit der Eroberung des
WM Titels. Was gibt dir mehr Befriedigung: das
Kämpfem oder das Coaching ?
Rocco:
Im Moment beides. Wenn ich kämpfe werde ich
von meinem Team unterstützt. Wenn sie kämpfen
werden sie von mir unterstützt. Es ist ein Nehmen
und Geben.
SwissKickBoxing:
Wie siehst du die derzeitige Arbeit des SKBV
in Bezug auf Öffentlichkeitsarbeit und allgemein
?
Rocco:
Ich denke, im Moment ist unsere Sportart in
einem wachsendem Stadium. Vielleicht sollte
man die momentane positive Situation besser
nutzen.
SwissKickBoxing:
Wie findest du das neue Portal auf www.swisskickboxing.ch
?
Rocco:
Wie eben gesagt, betreffend Öffentlichkeitsarbeit,
man sollte unsere Sportart fördern... die Arbeit,
die swisskickboxing.ch leistet ist sehr gut
und natürlich wertvoll...
SwissKickBoxing:
Rocco, wir wünschen dir und deinem Team
auch in Zukunft viel Glück und weitere
Erfolge !
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Last update: 25.
November 2009
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